⸻ Projektübersicht
UX- und Interface-Design für eine 3D-Echtzeitanwendung
Für die industrielle 3D-Echtzeitanwendung „Virtual Instruments“ von Agilent wurde ein grafisches User Interface (GUI) konzipiert und gestaltet, das Messinstrumente für komplexe Analyseaufgaben interaktiv erlebbar macht.
Ziel des Projekts war es, die hohe funktionale und technische Komplexität des 3D-Echtzeit-Produktkonfigurators in eine intuitive, klar strukturierte und visuell verständliche Benutzerführung zu überführen. Im Fokus stand ein Interface-Design, das räumliche 3D-Interaktion, komplexe Funktionshierarchien und umfangreiche Produktinformationen in einer konsistenten Benutzerführung zusammenführt.
Die Anwendung ermöglicht es, Instrumente virtuell und in Echtzeit zu präsentieren – beispielsweise auf internationalen Messen oder im digitalen Vertrieb. Dadurch entfällt in vielen Fällen der physische Aufbau der Systeme. Gleichzeitig können auch Produkte präsentiert werden, die sich noch in Entwicklung befinden oder physisch nicht verfügbar sind.
Die virtuelle Produktpräsentation vereinfacht Logistik- und Demonstrationsprozesse erheblich und ermöglicht eine flexible, weltweit einsetzbare Präsentations- und Vertriebsplattform.
⸻ Über Agilent
Let’s bring great science to life
Agilent unterstützt Wissenschaftler in den Bereichen Lebenswissenschaften, Patientendiagnostik sowie bei Tests zur Sicherheit von Wasser, Lebensmitteln und Arzneimitteln.
Die Instrumente, Software, Verbrauchsmaterialien und Dienstleistungen ermöglichen präzise und zuverlässige Ergebnisse sowie wissenschaftlich, wirtschaftlich und operativ optimierte Resultate. Die Instrumente sind umfangreich konfigurierbar und modular kombinierbar.
Agilent bietet Lösungen für eine Vielzahl von Märkten, darunter Pharma- und Diagnostik, sowie angewandte Werkstoffe und Chemikalien, und trägt zur Weiterentwicklung von Forschung und Entwicklung bei.
⸻ Herausforderung und Ziele
Wie wird ein hochkomplexer 3D-Produktkonfigurator intuitiv bedienbar?
Die Anwendung „Virtual Instruments“ bildet ein umfangreiches Portfolio komplexer Mess- und Analysesysteme innerhalb eines virtuellen 3D-Raums ab. Sämtliche Systeme lassen sich innerhalb des virtuellen 3D-Raums in Echtzeit flexibel kombinieren und konfigurieren.
Zusätzlich stehen umfangreiche Informations- und Präsentationsebenen zur Verfügung, darunter:
- Produkt- und Funktionsinformationen
- Echtzeit-Animationen und How-to-Sequenzen
- Medieninhalte wie Videos, technische Dokumentationen und ergänzende Produktinformationen
- Kamerasteuerungen und Fokusfunktionen
- isolierte Darstellung einzelner Komponenten und Systeme
Die zentrale Herausforderung bestand darin, diese hohe Informations- und Funktionsdichte in eine übersichtliche und verständliche Nutzerführung zu überführen.
Besonders anspruchsvoll war dabei die Kombination aus:
- räumlicher 3D-Interaktion
- mehrschichtigen 2D-Bedienoberflächen
- komplexen Systemhierarchien
- zahlreichen Abhängigkeiten und Konfigurationsmöglichkeiten
Ziel war eine Nutzerführung, die auch innerhalb komplexer Bedienprozesse jederzeit Orientierung bietet und intuitive Interaktion ermöglicht. Gleichzeitig sollte die Anwendung die Instrumente nicht nur funktional erklären, sondern auch als hochwertiges Präsentations- und Vertriebswerkzeug unterstützen.
Zentrale Herausforderungen:
- Entwicklung einer klaren visuellen Informationsstruktur
- intuitive Nutzerführung innerhalb komplexer Bedienhierarchien
- Übersichtlichkeit trotz hoher Funktions- und Datenkomplexität
- nahtlose Integration von GUI und räumlicher 3D-Interaktion
- Reduktion visueller Überladung bei gleichzeitig hoher Informationsdichte
Projektziele:
- intuitive Bedienbarkeit über komplexe Systemstrukturen hinweg
- Entwicklung einer konsistenten und hochwertigen User Experience
- visuelle Integration des Interfaces in den virtuellen 3D-Raum
- schneller Zugriff auf Funktionen und Informationen
- Unterstützung internationaler Präsentations- und Vertriebsprozesse
⸻ Lösung
Kontextbasiertes Interaktionskonzept im virtuellen 3D-Raum
Das entwickelte User Interface basiert auf einem kontextsensitiven Interaktionskonzept innerhalb eines virtuellen 3D-Raums.
Die primäre Nutzerführung erfolgt direkt über die räumliche Interaktion mit den Instrumenten und Systemen im 3D-Umfeld. Ergänzend ermöglicht eine mehrschichtige 2D-Bedienoberfläche den schnellen Zugriff auf Funktionen, Informationen und Konfigurationsebenen.
Je nach Nutzungssituation verschiebt sich der Fokus dynamisch zwischen räumlicher 3D-Interaktion und zweidimensionaler Steuer- und Informationsebene. Viele Funktionen entstehen dabei bewusst im Zusammenspiel aus direkter Objektinteraktion und klassischer GUI-Navigation.
Dadurch konnte ein hybrides Bedienkonzept entwickelt werden, das komplexe Funktionshierarchien verständlich strukturiert und gleichzeitig eine intuitive Nutzerführung innerhalb des virtuellen Raums ermöglicht.
Zentrale Gestaltungsprinzipien:
- Der 3D-Raum bildet die primäre Interaktionsebene.
- Kontextabhängige UI-Elemente unterstützen die jeweilige Handlungssituation.
- Das 2D-Interface dient als strukturierte Navigations- und Informationsebene.
- Reduzierte visuelle Sprache zur klaren Fokussierung auf Inhalte und Funktionen.
- Klare visuelle Hierarchien verbessern Orientierung und Bedienbarkeit.
- Konsistentes UI-System über alle Interaktions- und Informationsebenen hinweg.
⸻ Ergebnis
Intuitive Nutzerführung in einer komplexen 3D-Echtzeitanwendung
Das entwickelte Interface-Design ermöglicht eine intuitive und kontextbezogene Bedienung des virtuellen 3D-Echtzeit-Produktkonfigurators „Virtual Instruments“.
Durch die Kombination aus räumlicher Interaktion, kontextabhängiger Navigation und mehrschichtiger GUI-Struktur konnte eine komplexe Echtzeitanwendung in eine klar verständliche und effizient bedienbare Nutzererfahrung überführt werden.
Die Anwendung wurde sowohl für großformatige Touchscreens als auch für mobile Tablet-Geräte optimiert und international eingesetzt. Sie unterstützt weltweit Präsentationen auf Messen, Produktdemonstrationen sowie digitale Vertriebs- und Kommunikationsprozesse.
Die virtuelle Echtzeitdarstellung ermöglicht eine flexible, realitätsnahe und ressourcenschonende Präsentation komplexer Messinstrumente – unabhängig von Standort, Verfügbarkeit oder physischem Aufbau.
⸻ Ausblick
Modulares System mit langfristiger Erweiterbarkeit
Die Anwendung ist modular aufgebaut und lässt sich flexibel erweitern. Neue Instrumente, Funktionen und Informationsstrukturen können problemlos in das bestehende System integriert werden. Dadurch bleibt der 3D-Produktkonfigurator langfristig skalierbar und kann kontinuierlich an neue Anforderungen, Produktentwicklungen und Einsatzszenarien innerhalb des Unternehmens angepasst werden.
3D-Produktkonfigurator Interface-Design– Agilent –
Weitere Informationen mit Bebilderung zum Projekt

Thomas Heck
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